
Im Aikido ist der Körper Medium, Ort und Form von Erfahrung und Lernen.
Es geht darum, wieder mehr in den Körper hinein zu hören, der uns ständig mit Botschaften und Nachrichten versorgt: Was ist stimmig und gibt mir Kraft? Was passt nicht zu mir und wo verliere ich Kraft? Der eigentliche Lehrer im Aikido ist daher der Körper, von dem wir uns unterrichten lassen. Über den Aufbau von Körperwahrnehmung und -bewusstsein lernen wir, wieder mehr in unserem Körper "zu Hause" zu sein. Wir lernen, welche Art von Haltung und Bewegung uns gut tut und welche uns schadet. Auf diese Weise entwickeln wir durch Übung unser volles persönliches Potenzial. Die Körperübungen des Aikido zielen daher nicht nur auf den Erwerb effizienter Techniken, um einen Angriff umzulenken, sondern auch auf den Erwerb einer stabilen inneren Mitte ("Zentrierung"), von Standfestigkeit ("Selbst-Ständigkeit", "Erdung"), Balance, Symmetrie, aufrechter Haltung ("Aufrichtigkeit"), Durchlässigkeit, physiologischem Grundtonus und vielem mehr, was das Leben leichter macht.